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ArticleId: 2018magazine36 Jahre lang war Detlef Riesche in der REWE Group tätig, seit März 2012 als CEO Toom Baumarkt. Im März hat er sich verabschiedet – in den Ruhestand. Wie hat er sich auf sein Ankommen im Leben nach der REWE Group vorbereitet? „Ohne Plan, aber mit vielen guten Ideen“ für die neu gewonnene freie Zeit.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/4/6/csm_06_TT_Ankommen_Ruhestand_Riesche_mgt_st_16c050924c.jpg„Sofa? Viel seltener als früher!“D. Riesche: Ankommen zuhause
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Detlef Riesche: Ankommen im Ruhestand

Angekommen im Ruhestand? Ja! Sofa? Viel seltener als früher!

12.09.2018
von Sylvia Hannstein

36 Jahre lang war Detlef Riesche in der REWE Group tätig, seit März 2012 als CEO Toom Baumarkt. Im März hat er sich verabschiedet – in den Ruhestand. Ob das nicht merkwürdig sei, nach so vielen Jahren in einem so verantwortungsvollen Posten, auszusteigen, haben wir ihn gefragt. „Merkwürdig? Wenn überhaupt, dann positiv merkwürdig!“, so die klare Antwort des gebürtigen Hamburgers, der uns gerne Einblicke in sein Ankommen in seinem Leben nach der REWE Group gewährt hat.

„Vor meinem Ausstieg bin ich oft gefragt worden, ob ich schon einen Plan hätte für die Zeit danach.

Meine Antwort war immer: Ich will gar keinen Plan, Hauptsache ich habe genug Ideen für den Umgang mit meiner freien Zeit. Und die habe ich allerdings. Natürlich will ich nicht untätig sein, habe mir aber fest vorgenommen, für ein bis zwei Jahre lang keine neuen dauerhaften Verpflichtungen anzunehmen, nicht eine Routine durch eine neue zu ersetzen.

„Ein ganz großes Thema ist für mich das Reisen. Jetzt, mit so viel mehr Zeit, gern viel und weit. Ich reise leidenschaftlich gern, lerne dabei gemeinsam mit meiner Frau neue Kulturen und Landschaften kennen.“ - Detlef Riesche

Und das fängt mit ganz banalen Dingen im Alltag an. Zum Beispiel klingelt einfach nie mehr der Wecker! Was für ein Luxus. Ich genieße die großzügigen Zeitbudgets mit meiner Familie und Freunden. Wann war ich vorher das letzte Mal dabei, wenn eine WhatsApp zum Grillen im Park aufforderte?

Ich nehme mir jetzt auch die Zeit, viel Sport zu treiben, zum Beispiel zwei bis dreimal wöchentlich 100 Kilometer-Runden mit dem Rennrad und Freunden im Bergischen oder der Eifel.

Ein ganz großes Thema ist für mich das Reisen. Jetzt, mit so viel mehr Zeit, gern viel und weit. Ich reise leidenschaftlich gern, lerne dabei gemeinsam mit meiner Frau neue Kulturen und Landschaften kennen. Und ich fotografiere gern, was natürlich beim Reisen umso mehr Spaß macht. Bislang war die Zeit dafür immer knapp, doch nach meinem Abschied im März, ging es gleich los: Wir sind nach Ecuador gereist, haben die Anden erlebt, die Galapagos-Inseln, den Amazonas Regenwald. Als es hier so ungewöhnlich heiß war, waren wir unterwegs Richtung Ostküste von Kanada. Für November plane ich Thailands Norden mit dem Rennrad, im Januar geht es nach Neuseeland. Zwischendurch machen wir Kurzreisen – natürlich auch immer wieder in meine Heimatstadt Hamburg.

Sehr wichtig sind mir gemeinnützige und ehrenamtliche Tätigkeiten. Derzeit, solange ich noch keine neuen, dauerhaften Verpflichtungen will, engagiere ich mich bei Projekten. Das kann ganz in der Nähe sein – als Helfer bei der Kölner Tafel. Oder auch weit weg. Ein Bekannter hat eine Art Benefiz-Tour mit dem Fahrrad durch Thailand ins Leben gerufen, bei der Spenden für Fahrräder und Bibliotheken für Schulen eingesammelt werden. Im November bin ich das erste Mal dabei – und schon sehr gespannt!

Summa summarum kann ich nur sagen: Ich bin sehr zufrieden mit meinem neuen Leben! Ich mache immer noch all die Dinge, die mir wichtig sind – nur mit sehr viel mehr Zeit, Ruhe und Engagement. Natürlich habe ich toom und meine Kollegen nicht vergessen, das will ich auch gar nicht. Aber eine gewisse Distanz finde ich für alle Beteiligten auch ganz gut.“

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