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ArticleId: 901magazineSalz, Fett und Zucker sind lebensnotwendig. Allerdings: Zuviel davon kann krank machen. Welche Verantwortung tragen Handel und Industrie? Das war das Thema beim 5. Tagesspiegel-Trendfrühstück in Berlin.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/3/2/csm_TagessspiegelTrendfruehstueck_mgt_st_9a4a83ee42.jpgSalz, Fett, Zucker – wie viel ist zu viel?Tagesspiegel Trendfrühstück
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Tagesspiegel Trendfrühstück
Salz, Fett, Zucker - wie viel ist zu viel?
02. Mai 2016 · von Julia Klotz

Salz, Fett und Zucker sind für den Menschen lebensnotwendig. Allerdings: Zuviel davon kann krank machen. Wie können Lösungen aussehen, und welche Verantwortung tragen Handel und Industrie? Das war Thema beim fünften Tagesspiegel-Trendfrühstück in Berlin.

Salz, Fett und Zucker sind wichtige Nährwertlieferanten und lebensnotwendig für Energiezufuhr, Vitamin- und Mineralstoffaufnahme sowie den Stoffwechsel. Das Problem: Bei dauerhaft übermäßigem Konsum stehen sie in Verbindung mit sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Politik und Gesellschaft suchen nach Lösungswegen gesunde und ausgewogene Ernährung zu fördern. Ein möglicher Weg ist die gezielte Reduktion von Salz, Fett und Zuckeranteilen – insbesondere in Fertigprodukten. Doch ist das tatsächlich erfolgversprechend?

Das war Thema beim fünften Tagesspiegel-Trendfrühstück im Oh Angie! in Berlin. Diesmal auf dem Podium: Renate Künast, MdB, Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz, Prof. Dr. Helmut Heseker, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), und Stephan Nießner, Präsident des Bunds für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL).

Staatliche Regulierung oder Eigenverantwortung
Übergewichtsprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – darin waren sich die Teilnehmer einig. Ansonsten wurde jedoch kontrovers diskutiert: Renate Künast vertrat den Standpunkt, dass die Lebensmittelindustrie beeinflusst, was Verbraucher essen – unter anderem durch Werbung und Angebot. Anders sah das BLL-Präsident Nießner: Man dürfe die Verbraucher nicht entmündigen, forderte er, und stellte fest: „Ungesunde Lebensmittel gibt es nicht – die Dosis macht das Gift.“ Braucht es also keine staatliche Regulierung? In manchen Fällen schon, wenn es nach Helmut Heseker geht: „Freiwillige Selbstbeschränkungen sind Augenwischerei - manchmal muss der Staat eingreifen“, so der DGE-Präsident.

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