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ArticleId: 2436magazineDer Soja-Anbau in Südamerika hat drastische Folgen: Durch Rodungen wird der Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere zerstört, indigene Völker werden vertrieben. Die REWE Group möchte das nicht länger hinnehmen.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/3/a/csm_Donau_Soja_mgt_st_6d4f9aa77c.jpgREWE Group setzt auf zertifiziertes und europäisches SojaSchutz des Regenwaldes
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Schutz des Regenwaldes

REWE Group setzt auf zertifiziertes und europäisches Soja

26.09.2019
von Kristina Schütz
Artikel - Inhalt

Der Soja-Anbau in Südamerika hat drastische Folgen: Durch Rodungen wird der Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere zerstört, indigene Völker werden vertrieben. Die REWE Group möchte das nicht länger hinnehmen und setzt auf zertifiziertes und europäisches Soja.

Der Bedarf an Sojabohnen nimmt seit Jahrzehnten massiv zu - allein nach Europa werden jährlich rund 25 Millionen Tonnen Soja aus Südamerika importiert und überwiegend als Futtermittel für die Produktion von Fleisch-, Eier- und Molkereierzeugnissen verwendet. Der flächenintensive Soja-Anbau in Südamerika hat drastische Folgen: Er trägt maßgeblich zu den Rodungen im Amazonas-Gebiet bei und zerstört dadurch den Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Durch das Abholzen der Wälder werden große Mengen Treibhausgas freigesetzt; zudem führen illegale Landnahmen zur Vertreibung von indigenen Völkern und Kleinbauern.

Die REWE Group möchte die gravierenden Auswirkungen für Umwelt und Menschenrechte nicht länger hinnehmen und hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Das gesamte Eigenmarkensortiment für Eier, Milch und frisches Geflügelfleisch bei REWE und PENNY ist durch den Einsatz von nachhaltigerem Soja als Futtermittel zertifiziert entwaldungsfrei.

Auch Soja hat einen ökologischen Fußabdruck

Um langfristig den Einfluss tierischer Lebensmittel auf die Entwaldung in Südamerika zu minimieren, analysiert die REWE Group kontinuierlich alle Lieferketten mit hohem Soja-Einsatz. Denn ähnlich des CO2-Fußabdruckes lässt sich auch für Soja eine ökologische Bilanz ermitteln. Der Soja-Fußabdruck misst die eingesetzte Menge an Soja-Futtermittel in tierischen Produkten wie beispielsweise Fleisch. „Dank unseres Engagements für den Anbau von europäischem Soja in den letzten Jahren ist bereits der gesamte Soja-Fußabdruck unseres Eigenmarkensortiments für Eier, Milch und frisches Geflügelfleisch bei REWE und PENNY zertifiziert entwaldungsfrei“, so Marcel Weber, Geschäftsleitung Ware Eigenmarke National & International der REWE Group.

Das bedeutet: Für die Lieferketten ihrer Eigenmarken tierischen Ursprungs setzt die REWE Group grundsätzlich auf eine sukzessive Reduktion von aus Südamerika importiertem Sojaschrot sowie auf eine Zertifizierung von nicht substituierbarem, südamerikanischen Soja (etwa durch den ProTerra Standard). Hinzu kommen die Förderung des Anbaus von europäischem Soja und die Nutzung alternativer heimischer Eiweißquellen.

Nachhaltiges Soja aus Kroatien

Als Gründungsmitglied des Vereins Donau Soja konnte die REWE Group seit 2015 in Kooperation mit rund 220 Landwirten den Anbau von über 55.000 Tonnen zertifiziert entwaldungsfreiem Soja in der Zupanja-Region in Kroatien fördern. Der Verein setzt sich für nachhaltig produziertes, gentechnikfreies Soja aus Europa ein, das eine regionale Wertschöpfung im Donauraum fördert. Damit unterstützt Donau Soja eine eigenständige, ökologisch nachhaltige Proteinversorgung in Europa und reduziert den Druck auf sensible Regionen in Südamerika. Gezielte Schulungsangebote und eine durchgehende, unabhängig kontrollierte und zertifizierte Wertschöpfungskette vom Feld bis ins Regal sollen helfen, den europäischen Sojaanbau kontinuierlich weiter auszubauen.

Ziel: Entwaldungsfreie Lieferketten bis 2020

Als Mitglied des Consumer Goods Forum trägt die REWE Group das Ziel „Entwaldungsfreie Lie-ferketten bis Ende 2020“ mit. Die Bearbeitung erfolgt auf verschiedenen Ebenen und durch un-terschiedliche Maßnahmen. Hierzu zählen neben der intensiven Zusammenarbeit mit Zertifizie-rungsorganisationen auch die Umsetzung konkreter Projekte in den Ursprungsländern sowie die nachdrückliche Platzierung der entsprechenden Themen in Multi Stakeholder Initiativen wie dem Forum für Nachhaltiges Palmöl.

2017 hat die REWE Group gemeinsam mit zahlreichen brasilianischen NGOs – darunter WWF Brazil, TNC, CI-Brazil, Greenpeace Brazil, IPAM und Imaflora (Institut für land- und forstwirt-schaftliche Bewirtschaftung und Zertifizierung) – und globalen Handelsunternehmen das so ge-nannte „Cerrado Manifesto - Statement of Support“ unterschrieben. Ziel ist es, das Bewusstsein für die ökologischen Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Entwaldung durch landwirtschaftliche Produktion in den Cerrado Savannen im Inland Südost-Brasiliens zu erhöhen.

Weitere Informationen finden Sie im REWE Group-Nachhaltigeitsbericht.

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