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ArticleId: 3632magazineIm one_Interview erläutern die Lekkerland-Verantwortlichen Mehmet Tözge und Michael Mayer-Sonnenburg, warum Konsument:innen heute unterwegs gerne bei kassenlosen Stores einkaufen und stellen vier Lösungen vor, die derzeit unter der Marke REWE To Go entwickelt und getestet werden.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/f/6/csm_ts_standard_RTG_cf91e115cf.jpg„Das Interesse war noch nie so groß“Autonome Shops von REWE To Go
Smart Box
Autonome Shops von REWE To Go
„Das Interesse war noch nie so groß“
von Ingo Gschwilm

Im one_Interview erläutern die Lekkerland-Verantwortlichen Mehmet Tözge und Michael Mayer-Sonnenburg, warum Konsument:innen heute unterwegs gerne bei kassenlosen Stores einkaufen und stellen vier Lösungen vor, die derzeit unter der Marke REWE To Go entwickelt und getestet werden.

Mehmet Tözge, Michael Mayer-Sonnenburg

one: Herr Tözge, welche Vorteile bieten autonome Shops für Verbraucher:innen?
Mehmet Tözge:
Diese Shops können jederzeit geöffnet sein und einen besonders schnellen Einkauf ermöglichen. Darüber hinaus können sie helfen, Kontakte zu reduzieren. Infolge der Corona-Pandemie ist das vielen Konsument:innen wichtig.

one: Sind Konsument:innen denn offen für die Technologien, die mit solchen Shops verbunden sind?
Mehmet Tözge: Studien zeigen, dass die Offenheit kontinuierlich zunimmt, über alle Generationen hinweg. Zudem wollen Konsument:innen 24/7 einkaufen können. Das Interesse an autonomen Shops war noch nie so groß.
Michael Mayer-Sonnenburg: Wir sehen das auch in der Praxis. In unserem REWE To Go-Store am Kölner Hauptbahnhof ist die Nutzung von SB-Lösungen, wie Kaffee und frische Backwaren, sowie der Self-Checkout-Kassen in den vergangenen beiden Jahren deutlich gestiegen. Inzwischen nutzen bis zu 50 Prozent aller Kund:innen diesen Weg, um ihre Einkäufe zu bezahlen.

one: Wie will Lekkerland das zunehmende Interesse der Konsument:innen an autonomen Shops im Außer-Haus-Konsum bedienen?
Mehmet Tözge:
Der Außer-Haus-Konsum ist vielfältig. Konsument:innen wollen sich zu unterschiedlichen Anlässen und an verschiedenen Orten unterwegs versorgen, beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit oder in der Mittagspause. Deshalb sind wir überzeugt davon, dass auch die autonomen Shops vielfältig sein müssen. „One size fits all“ – also eine Lösung für alles – funktioniert nach unserer Auffassung nicht. Stattdessen entwickeln und testen wir unter der Marke REWE To Go gleich vier Lösungen für autonome Shops.

one: Was zeichnet diese Lösungen aus und wodurch unterscheiden sie sich?
Mehmet Tözge:
Die Konzepte unterscheiden sich unter anderem durch die konkrete Ausgestaltung des Einkaufs, den Umfang der Sortimente und die verwendeten Technologien, die vom Self-Checkout bis zur künstlichen Intelligenz reichen. Letztere ermöglicht es, dass Konsument:innen bei ihrem Einkauf die Ware einfach aus dem Regal nehmen und den Shop verlassen können, ohne an einer Kasse bezahlen zu müssen. Kameras erfassen ihre Einkäufe, die Abrechnung erfolgt über eine App.

one: Warum haben Sie für Ihre Aktivitäten im Bereich autonome Shops die Marke REWE To Go gewählt?
Michael Mayer-Sonnenburg:
Zunächst einmal zählt REWE To Go zu den führenden Convenience-Formaten in Deutschland und ist schon heute an Hochfrequenzstandorten präsent und erfolgreich. Da ist es naheliegend, auf diese starke und bei Verbraucher:innen bekannte Marke zu setzen.
Hinzu kommt, dass die Aktivitäten im Bereich autonome Shops eine konsequente Fortsetzung des Weges sind, den REWE To Go in den vergangenen Jahren an Hochfrequenzstandorten eingeschlagen hat. Wir haben die Stores kontinuierlich weiterentwickelt, um die Wünsche der Konsument:innen bestmöglich zu erfüllen. Beispielsweise bieten wir unseren Kunden zahlreiche Möglichkeiten der Selbstbedienung, etwa bei Backwaren und Kaffee. Damit tragen wir dazu bei, dass sie ihren Einkauf schnell erledigen und die Zahl der Kontakte reduzieren können. Unser Markenversprechen „Fast. Fresh. Food.“ passt perfekt zu den Smart-Store-Konzepten und den Erwartungen der Endverbraucher:innen im Außer-Haus Konsum. 

one: Sie sprachen eben davon, dass der Außer-Haus-Konsum vielfältig sei. Für welche Kanäle sind diese Lösungen vorgesehen? 
Michael Mayer-Sonnenburg:
Wir entwickeln und testen diese Lösungen unter der Marke REWE To Go für Hochfrequenzstandorte – wie Bahnhöfe und Flughäfen – und für sogenannte semi-öffentliche Bereiche wie Krankenhäuser und Universitäten.

one: Eine wichtige Kundengruppe von Lekkerland sind Mineralölgesellschaften. Entwickeln Sie auch autonome Shoplösungen für Tankstellen?
Michael Mayer-Sonnenburg:
Wir werden das Know-how, das wir bei der Entwicklung und Erprobung der Lösungen gewinnen, auch in anderen Kanälen einsetzen. Wie das im Fall von Tankstellen konkret aussehen wird, können wir heute noch nicht beantworten. Klar ist aber: Wir werden uns zusammen mit unseren Kund:innen mit diesem Thema befassen.

one: Umfassen Ihre Aktivitäten im Bereich Smart Stores auch Ladeparks?
Michael Mayer-Sonnenburg:
Ja. Wir befassen uns intensiv mit diesem Kanal und führen bereits Gespräche mit Anbietern/Betreibern solcher Parks. 

one: Wann werden Konsument:innen im ersten autonomen Shop von Lekkerland einkaufen können?
Mehmet Tözge: Das können sie bereits. Zusammen mit der Sana Kliniken AG testen wir in zwei Krankenhäusern in Süddeutschland eine Variante des „Smart Kiosk“, also einen kleinen Shop mit Self-Checkout-Kasse: Mitarbeitende, Patient:innen und Besucher:innen können dort Snacks, Getränke, Drogerieartikel und Eis kaufen. Auch an drei Lekkerland-Standorten steht eine Variante des „Smart Kiosk“ Mitarbeitenden und Besucher:innen zur Verfügung. Darüber hinaus werden Verbraucher:innen ab dem Sommer im Rahmen der Pilotphase an einem gut frequentierten Ort den „Smart Automat“ unter der Marke REWE To Go nutzen können. Dann haben Sie die Möglichkeit, sich rund um die Uhr mit Snacks und Getränken zu versorgen.
Michael Mayer-Sonnenburg: Diese Lösung, die Lekkerland zusammen mit dem Unternehmen Latebird entwickelt hat, ist im März mit dem „reta award“ in der Kategorie „Best Customer Experience“ ausgezeichnet worden. Mit diesem Preis würdigt das EHI Retail Institute Handelsunternehmen für herausragende Technologie-Lösungen. 

one: Auf welche der vier Lösungen setzen Sie größten Hoffnungen?
Mehmet Tözge:
Wir sind von allen vier Lösungen absolut überzeugt. Aber letztlich sind die Wünsche und das Verhalten der Verbraucher:innen entscheidend. Sie bestimmen, wie die Zukunft von autonomen Shops im Außer-Haus-Konsum aussieht und welche Lösungen sich in welchen Kanälen durchsetzt. Wir sind sehr gespannt darauf, wie diese Zukunft aussieht.

one: Vielen Dank für das Gespräch!


Zur Person

Mehmet Tözge leitet als Director Smart Store Development die Entwicklung autonomer Shoplösungen bei Lekkerland.
Michael Mayer-Sonnenburg ist als Director Franchise & Convenience Stores verantwortlich für die REWE To Go-Stores, die von Lekkerland, von Partnern oder von Franchisenehmern betrieben werden.

Smart Automat | Smart Kiosk
REWE To Go und Lekkerland

„Fast. Fresh. Food.“ Das bietet REWE To Go an rund 720 Standorten in Deutschland. Der Großteil davon – rund 700 – ist an Aral-Tankstellen zu finden und wird auch von der Mineralölgesellschaft betrieben.
Rund 20 Stores sind an Hochfrequenzstandorten angesiedelt. Dazu gehören vor allem Bahnhöfe, aber auch Flughäfen. Die meisten dieser Standorte betreibt Lekkerland. Bei diesem Tochterunternehmen der REWE Group sind die Convenience-Aktivitäten des Konzerns gebündelt. 

Drei Standorte (die an den Hauptbahnhöfen Dortmund, Dresden und Nürnberg angesiedelt sind) betreibt Lekkerland zusammen SSP – The Food Travel Experts.
Die hier vorgestellten Pläne für autonome Shoplösungen unter der Marke REWE To Go beziehen sich ausschließlich auf Stores, die durch Lekkerland, in Partnerschaft oder durch Franchisenehmer an Hochfrequenzstandorten sowie im semi-öffentlichen Bereich betrieben werden.

Diese Lösungen entwickelt und testet Lekkerland


Smart Automat
Bietet: 24/7 Einkauf, schnell & kontaktlos, begehbarer Shop, transportabel
Technologie: Robotics
Sortiment: 300 bis 400 Artikel (alle Temperaturzonen), inkl. Alkohol und Tabakwaren
Geeignet für: öffentliche und semi-öffentliche Bereiche, Indoor & Outdoor
Status: Im Test; im Rahmen der Pilotphase ab Sommer an einem öffentlichen und gut frequentierten Ort verfügbar
Auszeichnung: reta award 2022 in der Kategorie „Best Customer Experience“

Smart BOX
Bietet: 24/7 Einkauf, schnell & kontaktlos, begehbarer Shop, transportabel
Technologie: Künstliche Intelligenz
Sortiment: Ca. 200 Artikel (alle Temperaturzonen), inkl. Tabakwaren, Kaffeemaschine
Geeignet für: öffentliche und semi-öffentliche Bereiche, Indoor & Outdoor
Status: Im Test


Smart Stop
Bietet:
24/7 Einkauf, schnell & kontaktlos
Technologie: Smart Vendings
Sortiment: Flexibel; gekühlte Produkte, Tabakwaren, alkoholische Getränke möglich
Geeignet für: öffentliche und semi-öffentliche Bereiche, Indoor & Outdoor
Status: In Entwicklung

Smart Kiosk
Bietet:
24/7 Einkauf, schnell & kontaktlos
Technologie: Self-Checkout
Sortiment: Ca. 230 Produkte (alle Temperaturzonen), Kaffeemaschine
Geeignet für: semi-öffentliche Bereiche, Indoor & Outdoor
Status: Live im Rahmen der Pilotphase
In Betrieb in zwei Krankenhäusern der Sana Kliniken AG

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