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ArticleId: 601newsTengelmann-Betriebsrat Manfred Schick bezeichnet die Edeka-Zusagen im Poker um Tengelmann als "fadenscheinig" und befürchtet einen Abbau von Arbeitsplätzen. Unterdessen steht die erste Anhörung zum Antrag auf Ministererlaubnis für die Übernahme an.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/1/b/csm_1_7_EdekaTengelm_nlt_standard_c119130147.jpgTengelmann-Betriebsrat befürchtet JobabbauÜbernahmepläne von Edeka
Foto: Tengelmann
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Übernahmepläne von Edeka
Tengelmann-Betriebsrat befürchtet Jobabbau

Tengelmann-Betriebsrat Manfred Schick bezeichnet die Edeka-Zusagen im Poker um Tengelmann als fadenscheinig und befürchtet einen Abbau von Arbeitsplätzen. Unterdessen steht die erste Anhörung zum Antrag auf Ministererlaubnis für die Übernahme an.

Der Betriebsratsvorsitzende der Tengelmann-Region München und Oberbayern und Aufsichtsrat des Unternehmens, Manfred Schick, macht Zweifel an der Übernahme durch Edeka deutlich: "Die Behauptung Edekas, man wolle alle Arbeitsplätze übernehmen, erscheint uns fadenscheinig. Wir haben bisher dafür keinerlei verbindliche Garantie", sagte Schick dem Handelsblatt. "Wir fordern von einem Käufer die Sicherung der Beschäftigung, die Einhaltung der Tarifverträge, den Erhalt der Mitbestimmung, das heißt Schutz durch Betriebsräte, sowie den Verzicht auf eine Ausgliederung an selbstständige Kaufleute. Wir werden diese vier Forderungen gegenüber jedem möglichen Erwerber erheben. Edeka erfüllt sie bisher nicht."

Am Dienstag (9.6.) findet die erste Anhörung zum Antrag auf Ministererlaubnis für die geplante Übernahme von Kaisers Tengelmann durch Edeka statt. Experten sehen kaum Chancen, dass Edeka und Tengelmann den Deal auf diesem Weg durchbekommen.

Die Aussage des Tengelmann-Betriebsrats deckt sich mit der Einschätzung von REWE Group-Vorstandschef Alain Caparros. In einem Interview mit der Wirtschaftswoche sagte Caparros: "Bei den Zahlen wird massiv getrickst. Von Edeka gibt es bis heute keine eindeutige Aussage darüber, wie viele Mitarbeiter sie übernehmen wollen.“ Caparros weiter: "Edeka wird die 16.000 Arbeitsplätze nicht retten.“

Falls die Ministererlaubnis dennoch erteilt wird, will die REWE Group gerichtlich dagegen vorgehen. „Wir werden alle rechtlichen Schritte nutzen, um einen Kauf durch Edeka zu verhindern. Das ist die letzte große Übernahme, die im deutschen Lebensmittelmarkt stattfinden kann“, kündigte Caparros an. „Es wäre fatal, wenn Marktführer Edeka trotz aller Wettbewerbsbedenken seine Dominanz weiter ausbauen könnte.“ Zugleich betonte Caparros: "Wir würden alle 16.000 Mitarbeiter von Kaiser’s Tengelmann übernehmen – inklusive Zentrale, Produktionsstätten und Logistikzentren.“

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