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ArticleId: 119newsUm die Attraktivität zu steigern und das Einkaufserlebnis zu verbessern, wollen Retailer verstärkt in ihre Läden investieren.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/6/9/csm_22281443_nlt_standard_eef6a4e506.jpgBranche in InvestitionslauneEuroshop
Die Zukunft des Handels liegt im Auge des Betrachters – zum Beispiel wenn er die Datenbrille Google Glass aufsetzt.
Kassen im neuen REWE Center Egelsbach (Foto: Valentine Duvivier)
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Euroshop: Branche in Investitionslaune
Einkaufserlebnis kontra E-Commerce

Um die Attraktivität zu steigern und das Einkaufserlebnis zu verbessern, investieren deutsche Händler kräftig in ihre Läden. Was machbar ist, schauten sich über 109.000 Besucher auf der Düsseldorfer Messe Euroshop an.

Im vergangenen Jahr haben deutsche Händler 6,8 Milliarden Euro in Umbauten und Modernisierungen gesteckt. Besonders stark sind demnach die Einrichtungskosten im LEH gestiegen: bei den Supermärkten um 6,5 Prozent, bei der Großfläche um 27 Prozent. In einer Erhebung des Handelsinstituts EHI stellten mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen einen gestiegenen Investitionsbedarf fest.

LEDs auf dem Vormarsch

Wesentlich verantwortlich für diesen Kostenanstieg sind hohe Investitionen in energieeffiziente Beleuchtungssysteme. Im Lebensmittelhandel wird flächendeckend in LED und in verbesserte Kälteanlagen und Kühlmöbel investiert. Darüber hinaus bestimmt ein Trading-Up den Marktauftritt vieler Handelsgeschäfte und damit das Ausgabeverhalten im Handel. Eine hohe Wertigkeit kennzeichnet vor allem Konzepte im Lebensmittelhandel.

Alle 8,6 Jahre wird renoviert

Die Renovierungszyklen im LEH haben sich laut der Studie in den letzten Jahren auf durchschnittlich 8,6 Jahre verkürzt. Gleichzeitig werden immer schneller Teilrenovierungen vorgenommen und neue Konzepte entwickelt. Kein Wunder, dass mehr als 40 Prozent der Euroshop-Besucher innerhalb der nächsten zwei Jahre konkrete Investitionen planen.
Einen vorderen Platz nehmen hier die Kassen ein. Bislang waren es überwiegend Coupons , das Aufladen von Telefonkarten (E-Loading) oder Contactless-Payment-Treiber, die das POS-System in der Filiale zum multifunktionalen Alleskönner gemacht haben. Doch die Anforderungen an die Hard- und Software des Checkouts steigen. Die Kassensysteme sollen fit für die Zukunft und Multichannel-tauglich werden. Sei es die Abfrage nach verfügbaren Produkten online, der Austausch oder die Retoure von online gekauften Artikeln oder aber die Identifizierung des Kunden, der frei zwischen den verschiedenen Kanälen des Händlers wechselt – auf die Kasse kommt eine Vielzahl an neuen Funktionen zu.

Bargeld bleibt beliebt

Andererseits: All diejenigen, für die das Bare noch immer das Wahre ist, seien beruhigt. So schnell wird das Portemonnaie in Deutschland nicht überflüssig. Zwar ist der Bargeldanteil am Zahlungsverkehr seit Jahren rückläufig, mit 57 Prozent ist er aber im internationalen Vergleich noch immer sehr hoch. "Bis zum vollständig bargeldlosen Bezahlen, wie es in Skandinavien diskutiert wird, ist es bei uns noch ein weiter Weg", sagt EHI-IT-Experte Ulrich Spaan. Vielleicht beschleunigen ja die neuen Technologien das Bargeld-Sterben. Bereits heute ermöglichen 28 Prozent der Retailer kontaktloses Bezahlen - oftmals noch in ausgewählten Filialen. Das Bezahlen mit dem Smartphone, mobile Payment, bieten bereits 24 Prozent der befragten Unternehmen an. Künftig soll diese Zahlmöglichkeit bei 81 Prozent der befragten Retailer möglich sein. 52 Prozent der Teilnehmer planen, den Kassiervorgang künftig auch auf mobilen Kassen abzuwickeln. Aktuell kassieren neun Prozent der Unternehmen auch mit mobilen Kassen.

 

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