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ArticleId: 1971magazineGelungene Premiere: Zwischen Erdbeerkuchen und Currywurst führten die neuen Betriebsratsvorsitzenden Sylvia Wendland und Maik Esser erstmals durch die Betriebsversammlung der RZO/REWE Systems im Kölner Tanzbrunnen. Sie erwiesen sich als gute Gastgeber und ihre „Gäste“ dankten es mit vorwiegend positiven Berichten aus dem Betriebsjahr.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/0/a/csm_BR_Versammlung_mgt_st_b01e1169e4.jpg„In Sachen Arbeitgeberattraktivität sind wir gut aufgestellt“Betriebsversammlung
Strategie
REWE Group
Betriebsversammlung RZO Köln/REWE Systems

„In Sachen Arbeitgeberattraktivität sind wir gut aufgestellt“

18.07.2018
von Bettina Rees

Gelungene Premiere: Zwischen Erdbeerkuchen und Currywurst führten die neuen Betriebsratsvorsitzenden Sylvia Wendland und Maik Esser erstmals durch die Betriebsversammlung der RZO/REWE Systems im Kölner Tanzbrunnen. Sie erwiesen sich als gute Gastgeber und ihre „Gäste“ dankten es mit vorwiegend positiven Berichten aus dem Betriebsjahr. 

„Gesundheit und Zukunft“ war das Motto der ersten Betriebsversammlung des neu gewählten 19köpfigen Betriebsrats der RZO Köln/REWE Systems unter dem Vorsitz von Sylvia Wendland und Maik Esser, die auch durch die Veranstaltung führten.

„Weit entfernt vom Kaffeekränzchen“

Am Anfang war der Tätigkeitsbericht: Im vergangenen Betriebsjahr, so Sylvia Wendland, ging es „in erster Linie darum Gutes zu erhalten und zu optimieren, neue Themen aufzugreifen, unsere Mitbestimmung geltend machen, mit dem Arbeitgeber zu verhandeln“. Das sei, so die Betriebsratsvorsitzende der RZO/Systems, „weit entfernt von Kaffeekränzchen“. Aber am Ende des Tages zähle, dass sich beide Seiten für die Gesundheit, Entwicklung und Sicherheit der Arbeitsplätze einsetzten. Als Beispiel nannte Wendland die Flexibilisierung der Arbeitszeiten, ihr Vertreter Maik Esser erwähnte ergänzend  die„sehr intensiven“ Gehaltsverhandlungen, Datenschutz, Cloud, Entgelttransparenzgesetz und die Ausschussarbeit, deren jeweilige Sprecherinnen ihre Arbeit vorstellten. So Susanne Bresenitz für den Ausschuss Arbeitszeit, Simone Engler für den Ausschuss Soziales oder Bettina Mink (Öffentlichkeitsarbeit).

Maik Esser und Sylvia Wendland

Zum Arbeitsalltag des Betriebsrats gehöre aber auch, auf Anfragen von Mitarbeitern zu reagieren, so Esser. Sicher sei manches kritisch zu betrachten aber „so eine Gesamtleistung an on Top-Leistungen durch die REWE, da muss man woanders lange suchen“, so Esser, der eine Reihe aufzählte, darunter Zuschüsse zu Mittagessen und Altersversorgung. „In Sachen Arbeitgeberattraktivitiät sind wir bei der REWE Schon seit vielen Jahren gut aufgestellt.“ Abschließend lud Esser die Mitarbeiter ein, den Betriebsrat bei Problemen anzusprechen, und zwar „wenn die ersten Funken fliegen und nicht erst, wenn das Haus bis auf die Grundmauer abgebrannt ist.“

Als Ansprechpartnerin bot auch Schwerbehindertenvertreterin Bettina Mink betroffenen Kollegen Ohr und Unterstützung an. An die Führungskräfte appellierte sie: „Sortieren Sie Bewerbungen von Behinderten nicht aus“ 

„Weihnachtsgeld und Weihnachtsfeier 2018 wird es geben“

Positiv gestimmt zeigte sich der Vorstandsvorsitzende der REWE Group, Lionel Souque, mit der Entwicklung der letzten Jahre innerhalb der gesamten Gruppe. Souque wies darauf hin, dass ein derartiger Erfolg nur gemeinsam und nur durch konsequente harte Arbeit erreicht werden kann. Dabei sei es wichtig nicht in „Silos“ zu denken, sondern im Sinne des Gesamtunternehmens zu agieren. 

Lionel Souque

Im weiteren Verlauf seines Vortrags zeigte Souque - beispielhaft für den deutschen Markt – vier Herausforderungen. Dazu gehört ein der LEH-Dichte in Deutschland geschuldeter hoher Verdrängungswettbewerb, die Digitalisierung, der Kostendruck und der demografische Wandel. „Wir müssen uns diesen wichtigen Entwicklungen stellen“, machte er deutlich. Erfolgreiche Lösungsansätze hatte der REWE Group-Chef auch zur Hand. Hierzu zählen unter anderem die Kaufleute/begeisterte Mitarbeiter („Unsere Mitarbeiter sind unsere Stärken und unsere Kaufleute denken langfristig und nachhaltig“), Frische („Mit dem neuen Konzept 2020 können wir uns hier absetzen“), gesunde Ernährung („Es ist unsere Pflicht, die Kunden zu begleiten und das ohne erhobenen Zeigefinger“), Regionalität/Lokalität sowie Nachhaltigkeit. 

Das Beste zum Schluss. Wie ihre Vorgänger stellte auch Betriebsrätin Sylvia Wendland die alljährliche Gretchenfrage nach dem Weihnachtsgeld. Souque sagte „ja“. Auch die Weihnachtsfeier wird es 2018 geben.

Einen Überblick über das Personal- und Sozialwesen gab HR-Bereichsvorstand Dr. Daniela Büchel, indem sie auf wesentliche Personalkennzahlen wie Mitarbeiteranzahl, Krankenstand und Fluktuation einging. „Die Fluktuation ist erfreulich niedrig“, so Daniela Büchel. In Bezug auf die Azubi-Stellen berichtete sie, dass keine Stellen unbesetzt geblieben seien. In der Zentrale und der REWE Systems werden inzwischen sieben verschiedene Ausbildungsberufe und vier verschiedene Studiengänge angeboten – darunter auch das neue Berufsbild Kauffrau/Kaufmann im E-Commerce. Dennoch sinke die Attraktivität des Handels als Arbeitgeber. Diesem Umstand begegnet die REWE mit weiteren gezielten Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung und -bindung. Neben der Arbeit des neu etablierten Recruiting Centers, ging es um die diversen Benefits für MitarbeiterInnen des Unternehmens. Exemplarisch wurde auf die Betreuungsangebote der awo lifebalance GmbH, Ferienfreizeiten für Mitarbeiterkinder, eine Seminarreihe rund um Achtsamkeit und Stressbewältigung in Alltag und Beruf sowie Suchtbeauftragte und LoS!-Multiplikatoren eingegangen. Aufgrund des „sehr hohen Bedarfs“ werde zudem angedacht, die Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung, auch unter dem ursprünglichen Namen Stresssprechstunde bekannt, auszuweiten.

Mit „kleinen schnellen Schritten“ in die Arbeit 4.0.

Passend zum Motto der Betriebsversammlung ging es von der Gesundheit in die Zukunft, genauer gesagt in die Zukunft der Arbeit: „Es gibt hier extrem spannende Themen, die mit IT und mit Menschen zu tun haben“, so der neue IT-Bereichsvorstand Holger Bellmann, der sich den Mitarbeitern der RZO/REWE Systems kurz vorstellte. Noch schwieriger, als IT-Personal zu rekrutieren, sei nur, sich an seiner neuen Wirkungsstätte zu orientieren: „Die Domstraße ist ein echtes Problem“. 

Holger Bellmann

„Machen Sie kleine, schnelle Schritte und verarbeiten Sie das Neue zwischendurch“, so Jens Maser. Damit bezog sich der Head of Delivery bei REWE Digital jedoch nicht auf die Bürowege, sondern auf grundsätzliche Ideen zum Umgang mit Komplexität, Stichwort Arbeit 4.0. oder agiles Arbeiten.

Bei Agilität gehe es genauso wie bei den strategischen Prioritäten der REWE Group darum, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen, konkretisierte Jens Siebenhaar, Geschäftsführer der REWE Systems: Der Kunde werde anspruchsvoller, das Buhlen um seine Gunst immer komplexer. „Wir müssen flexibler werden, uns anpassen, genau die kleinen Schritte gehen“.  Durch das Vorantreiben der digitalen Transformation und Entwickeln neuer Geschäftsfelder entstünden neue Formate, komplexere Logistik. „Das birgt für uns in der IT neue Herausforderungen“

Siebenhaar empfahl neue Arbeitstools und Cloud-Systeme, „die echt Spaß machen in der Nutzung“ und für die die REWE Systems  grundsätzlich Sicherheit gewähre. Aber - „Ihre Einzelverantwortung als User wächst mit“.  Und Selbstverantwortung sei schlussendlich Teil des agilen Arbeitens. 

Von der Selbstverantwortung zum Datenschutz: Wohin man sich mit welchen Fragen rund um die Datenschutzgrundverordnung wenden kann, zeitgte Karin Tresp, Leiterin des zentralen Datenschutzmanagements auf.

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