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ArticleId: 563newsDie Initiative Tierwohl stößt bei Schweinezuchtbetrieben auf enormes Interesse: Gut 2100 Betriebe mit zusammen 12 Millionen Tieren wurden zur Auditierung zugelassen. Mehr als doppelt so viele hatten sich um die Aufnahme in das Tierschutz-Förderprogramm beworben. one erklärt, wie es nun weitergeht.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/b/c/csm_4_Tierwohl_nlt_standard_596fc87178.jpgTausende Schweinezüchter wollen mitmachenInitiative Tierwohl
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Initiative Tierwohl
Tausende Schweinezüchter wollen mitmachen

Die Initiative Tierwohl stößt bei Schweinezuchtbetrieben auf enormes Interesse: Gut 2100 Betriebe mit zusammen 12 Millionen Tieren wurden zur Auditierung zugelassen. Mehr als doppelt so viele hatten sich um die Aufnahme in das Tierschutz-Förderprogramm beworben. one erklärt, wie es nun weitergeht.

Die Registrierungsphase für die deutsche Initiative Tierwohl für schweinehaltende Betriebe ist abgeschlossen. Nun stehen die Teilnehmerzahlen fest: Zunächst werden 2.142 schweinehaltende Betriebe zur Auditierung für die Initiative Tierwohl zugelassen, sodass insgesamt rund 12 Millionen Tiere von den Tierwohl-Maßnahmen profitieren können. „Wir können nun für eine Vielzahl an Tieren eine tiergerechtere Haltung ermöglichen. Das ist ein absolut erfolgreicher Start der Initiative Tierwohl“, so Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl.

Vier Wochen lang hatten schweinehaltende Landwirte Zeit, um ihren Betrieb für die Initiative Tierwohl registrieren zu lassen. Insgesamt 4653 Betriebe haben die Chance genutzt. Registrierte, aber nicht für die Auditierung zugelassene Landwirte werden vorerst auf eine Warteliste aufgenommen

Regelmäßige Kontrollen sichern Tierwohl

In Erstaudits wird nun überprüft, ob die Betriebe die ausgewählten Kriterien tatsächlich ab dem von den Landwirten angegebenen Datum umgesetzt haben – andernfalls gilt das Audit als nicht bestanden und Schweinehalter von der Warteliste rücken nach. Mit bestandenem Audit und freigegebenem Prüfbericht erhält der Tierhalter einen Auszahlungsanspruch über eine Laufzeit von drei Jahren. Innerhalb dieser drei Jahre gewährleisten regelmäßige, unangekündigte Folgeaudits die kontinuierliche Einhaltung der Kriterien.

Häufigste Maßnahmen: Zusätzliches Beschäftigungsmaterial und mehr Platz
Die jeweilige Höhe der Bonusansprüche ergibt sich aus den ausgewählten Wahlpflicht- und Wahlkriterien in Kombination mit den Pflichtkriterien. Besonders häufig gewählte Wahlpflicht- und Wahlkriterien in der Schweinemast sind „zusätzliches organisches Beschäftigungsmaterial“, „10 Prozent mehr Platz“ und „Saufen aus offener Fläche“. Auch in der Ferkelaufzucht sind dies die beliebtesten Kriterien, wohingegen sauenhaltende Betriebe vermehrt auf „zusätzliches organisches Beschäftigungsmaterial“, „ständigen Zugang zu Raufutter in der Gruppenhaltung, Bereitstellung von organischem Nestbaumaterial“ und „10 Prozent mehr Platz“ setzen. Die für die jeweilige Produktionsform definierten Grundanforderungen muss hingegen jeder der teilnehmenden Betriebe umsetzen.

Gemeinsam verantwortlich handeln

Finanziert wird der Mehraufwand der Landwirte durch die teilnehmenden Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels. Diese führen für die seit Januar 2015 verkaufte Ware vier Cent pro Kilogramm Schweine- und Geflügelfleisch sowie Wurst ab. Im ersten Jahr rechnet die Initiative Tierwohl mit einer Summe von 85 Millionen Euro für Schweine und Geflügel, in den ersten drei Jahren mit 255 Millionen Euro.
„Mit der Initiative Tierwohl haben Lebensmitteleinzelhandel, Fleischwirtschaft und Landwirtschaft gemeinsam einen Grundstein für eine Veränderung auf breiter Ebene gelegt“, so Dr. Alexander Hinrichs. „Jetzt gilt es zunächst, mit den Audits zu starten. Daneben ist es unser Ziel, den Kreis der einzahlenden Unternehmen zu vergrößern, z.B. durch die Teilnahme der Fleischverarbeitung, des Fleischerhandwerks und der Gastronomie. Weiterhin streben wir an, weitere Handelsunternehmen für die Initiative zu gewinnen.“ Die Registrierungsphase für geflügelhaltende Betriebe wird noch in diesem Sommer starten.

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