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ArticleId: 826newsRZO-Betriebsratsvorsitzender Bernd Goerissen ist frisch proklamierter Karnevalsprinz von Bergisch Gladbach. Im one_Interview erklärt er, was den Reiz des Amts ausmacht – und welche Erfahrungen bei der REWE Group ihn auf seine Zeit als Herrscher des Narrenvolks vorbereiten.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/f/8/csm_Goerissen_Karneval_nlt_standard_41c9a4a338.jpg„Prinz bleibt man sein Leben lang“Bernd Goerissen im Karneval
Prinz Bernd I. (Goerissen), Jungfrau Gabi (Vieren) und Bauer Jürgen Spanier
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Betriebsratschef Bernd Goerissen ist Herrscher des Narrenvolks
„Prinz bleibt man sein Leben lang“

Als Betriebsratsvorsitzender ist Bernd Goerissen Reden vor großem Publikum gewohnt. Doch als frisch proklamierter Karnevalsprinz von Bergisch Gladbach muss sich Goerissen auf eine ganz neue Herausforderung einstellen. Sein karnevalistisches Zuhause ist die Bensberger Carnevals Company (BCC), deren Gründungsmitglied er ist. Im one_Interview erklärt der stellvertrendes Aufsichtsratsvorsitzender der REWE Zentral AG und Betriebsratschef von RZO und REWE Systems, was den Reiz ausmacht, Karnevalsprinz zu sein – und welche Erfahrungen bei der REWE Group ihn auf sein Amt als Herrscher des Narrenvolks vorbereiten.

one: Herr Goerissen, wie würden Sie einem Nicht-Karnevalisten erklären, was den Reiz ausmacht, Karnevalsprinz zu sein?
Bernd Goerissen: Man muss das Brauchtum lieben und Spaß und Freude daran haben, es anderen Menschen – gerade den jungen – näher zu bringen. Der Prinz steht ja in der närrischen Zeit dem Narrenvolk als „Herrscher“ voran. Er ist eine Symbolfigur und steht für die närrische Zeit. Als Prinz steht man in dieser Zeit in einer herausragenden Position in der Stadt oder in der Gemeinde. Der Prinz, bzw. das Dreigestirn ist der Mittelpunkt im Karneval. Entsprechend dieser Stellung muss er sich auch seinem Volk präsentieren. Seine Pflicht ist es, so viele Menschen wie möglich in der Sessionszeit zu besuchen und den Veranstaltungen einen Rahmen zu geben. Er muss die „Seele“ der Menschen ansprechen und gleichzeitig auch unterhalten. Man will sich in ihm wiedererkennen und gleichzeitig zu ihm aufschauen. Es ist schwer zu erklären, aber das was einem die Menschen bei den Veranstaltungen zurückgeben, kann man nur fühlen und wenn man den Menschen das Gefühl gibt, dass genau sie es sind, um die es dem Dreigestirn geht, dann wird man als Dreigestirn wie auf einer Wolke getragen und gefeiert. Das wird man sein ganzes Leben nicht vergessen können. Man muss halt seine „Seele dem Karneval und den Menschen geben“ – zumindest für die Karnevalszeit – das muss man von Herzen tun und wollen, dann hat man ein großes Ziel erreicht. Gleichzeitig geht natürlich auch jeder Prinz und jedes Dreigestirn in die Analen der Stadt oder der Gemeinde ein und hinterlässt für das entsprechende Jahr seine Spuren. Prinz ist und bleibt man halt sein Leben lang und nicht nur für ein Jahr. All dies macht das Amt so reizvoll.

one: Sind Sie in den kommenden Wochen nur im Prinzenkostüm unterwegs? Welches Programm steht bei Ihnen jetzt an?
Bernd Goerissen: Es heißt auch nicht Prinzenkostüm, sondern Prinzenornat – das ist gaaaaaanz wichtig. In der Zeit seit der Proklamation am 7. Januar bis Aschermittwoch gibt es für den Prinzen – bis auf ein paar wenige Tage – tatsächlich nur noch das Ornat. Der Bergisch Gladbacher Prinz hat zwei komplette Ornate zur Verfügung. Wir besuchen Karnevalssitzungen, Firmenveranstaltungen, Schulen, kirchliche Veranstaltungen, Alten- und Pflegeheime sowie Behindertenveranstaltungen. Auch stehen ganz offizielle Themen, wie u.a. der Besuch des Landtages in Düsseldorf an. Insgesamt kommen wir auf weit über 150 Einzeltermine.

one: Gibt es etwas aus Ihrer Tätigkeit als Betriebsratsvorsitzender, was Sie auf die Aufgabe als Karnevalsprinz vorbereitet?
Bernd Goerissen: Ja, da gibt es einiges, was mir hierbei sehr hilft. Etwa der Umgang mit Menschen ist das A und O, was man als Prinz beherrschen muss. Man muss auf die Menschen zugehen können. Man muss zuhören können, keine Scheu haben mit Menschen aller Couleur umzugehen. Das freie Sprechen vor vielen Menschen muss natürlich rüberkommen. Der Prinz muss immer in der Lage sein, auch ohne Vorbereitung unter Umständen eine Rede zu halten. Manchmal erfährt man erst fünf Minuten vor dem Auftritt wichtige Einzelheiten über zu ehrende Personen und das muss dann in eine Rede eingebaut werden. Das darf dann nicht auswendig gelernt klingen. Der zu Ehrende muss sich auf der Bühne fühlen, als ginge es gerade alleine um ihn. Da dürfen keine hohlen Worte fallen. Da ist Diplomatie und Fingerspitzengefühl gefragt – alles Dinge, die ich als Betriebsratsvorsitzender in den vielen Jahren meiner Tätigkeit lernen konnte, bzw. lernen musste.

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