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ArticleId: 837magazineDas Kino wartet mit zwei Frauenschicksalen auf, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine Obdachlose parkt 15 Jahre vor der Garage eines Schriftstellers und die preisgekrönte Emmanuelle Bercot rekapituliert ihre gescheiterte Ehe.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/3/b/csm_unterhaltung_04_16_mgt_standard_52a5914ca8.jpgZwei Frauen machen GeschichteFilme & Co. des Monats
Foto: Studiocanal
Filme & Co. des Monats
Zwei Frauen und das Internet
machen Geschichte
von Edda Bauer
Unterhaltung
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Das Kino wartet mit zwei Frauenschicksalen auf, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. In der britischen Komödie „The Lady in the Van“ parkt die obdachlose Maggie Smith 15 Jahre vor der Garage eines Schriftstellers. Im französischen Drama „Mein ein, mein alles“ rekapituliert die preisgekrönte Emmanuelle Bercot ihre gescheiterte Ehe. Und per DVD mutiert der Hacker „Mr. Robot“ innerhalb von acht spannenden Stunden vom binären Jäger zum real Gejagten.

Kino 1:
Mein ein, mein alles

Das Beziehungsdrama „Mein ein, mein alles“ wurde in Cannes mit dem Preis für die beste Darstellerin ausgezeichnet. Das ist ein bisschen schade, denn besser war ein Ehemann und Schwein in Personalunion noch nie besetzt als mit Vincent Cassel, den man in jedem Film nach fünf Minuten hasst, weil man sich in ihn verliebt hat. Weil es aber Emmanuelle Bercot ist, die das mit dem Aufrappeln, Abputzen und Krone richten nach dem emotionalen Absturz so formschön hinkriegt, geht das mit dem Preis für sie – also, nur für sie – in Cannes schon voll in Ordnung.

Maiwenn Le Besco
Ihre jüngere Schwester Isild verkraftete es besser, von der ehrgeizigen Mutter ins Filmgeschäft gedrängt zu werden, als die 1976 geborene Maiwenn Le Besco. Mit sechs Jahren stand sie regelmäßig vor der Kamera, mit 16 machte sie Regisseur Luc Besson zum Vater einer Tochter. Nach Ausflügen mit One-Woman-Shows auf die Bühne, gab Maiwenn 2006 mit dem semi-autobiografischen Familiendrama „Verzeih mir“ ihr Regiedebüt. Mit „Mein ein, mein alles“ inszenierte sie ihren vierten Spielfilm, der auf Erfahrungen aus dem eigenen Leben basiert.

Filmgenre: Drama
Filmlänge: 126 Minuten
Regie: Maiwenn Le Besco
Darsteller: Emmanuelle Bercot, Vincent Cassel, Louis Garrel, Isild Le Besco
Altersfreigabe: ab 12
Verleih: Studiocanal
Kinostart: 24.3.2016

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Kino 2:
The Lady in the Van

Man ahnt, dass jeder obdachlose Mensch ein schweres Schicksal hat. Aber nur die allerwenigsten haben das Glück, es vor der Garage eines erfolgreichen Schriftstellers wie Alan Bennett verbringen zu können. Bekannt für seine Theaterstücke („The History Boys“), Filme („King George – Ein Königreich für mehr Verstand“) und Romane („Die souveräne Leserin“) setzte Bennett 1989 seinem Dauergast ein literarisches Denkmal, das 1999 zu einem Bühnenerfolg am Londoner West End wurde. Schon damals brillierte Maggie Smith als exzentrische „Lady in the Van“.

Dame Maggie Smith
Vor 60 Jahren stand Maggie Smith zum ersten Mal vor der Kamera, ohne im Abspann erwähnt zu werden. Kaum eine Dekade später gab sie die Desdemona an der Seite von Laurence Oliviers „Othello“ und erhielt eine Oscar-Nominierung. Zweimal wurde sie mit der Trophäe ausgezeichnet: 1968 für „Die besten Jahre der Miss Brodie“ und 1978 für die Star-besetzte Komödie „Das verrückte California-Hotel“. Das jüngere Publikum kennt und liebt die 1934 geborenen Britin als „Harry Potters“ Lehrerin Minerva McGonagall und als Lady Violet in „Downton Abbey“.

Filmgenre: Komödie
Filmlänge: 104 Minuten
Regie: Nicholas Hytner
Darsteller: Maggie Smith, Alex Jennings, Frances de la Tour, Jim Broadbent, Dominic Cooper, James Corden
Altersfreigabe: o.A.
Verleih: Sony Pictures
Kinostart: 14.4.2016

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DVD:
Mr. Robot

Mit dem Golden Globe für „Mr. Robot“ als Beste Drama-Serie zeichnete die Hollywood Foreign Press Association einen 10-Teiler aus, der an schwarzen Gedanken keine Wünsche mehr offen ließ. In Sachen schwarzem Humor übrigens auch nicht, denn der ist dafür zuständig, das dichte Gefüge aus gieriger Wirtschaft, binären Codes und galoppierender Paranoia leicht verdaulich zu machen. Emotional helfen die großen klugen Augen von Rami Malek und das ebenfalls mit einem Globe ausgezeichnete lose Mundwerk von Christian Slater dem Zuschauer dabei, für 8 Stunden am Stück in die unendlichen Weiten eines Hacker-Hirns abzutauchen.

Filmgenre:
Sci Fi-Drama
Filmlänge:484 Minuten
Regie: Sam Esmail, Niels Arden Oplev, Jim McKay, Nisha Ganatra, Deborah Chow u.a.
Darsteller: Rami Malek, Carly Chaikin, Portia Doubleday, Christian Slater, Martin Wallström, Grace Gummer
Altersfreigabe: ab 16
Vertrieb: Universal Pictures
Im Handel ab: 24.3.2016

Internet-Portal:
The Wayback Machine

Ab Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts dämmerte es mehr und mehr Menschen, dass das Internet nicht nur eine kurzlebige technische Spielerei sein würde - anders etwa als die Musik-Kassette oder der VHS-Recorder. Ersten vorsichtigen Schritten auf dem unbekannten Terrain folgten das Abstecken von Claims und schließlich Webpräsenzen, die sich rasant technisch und optisch weiterentwickelten. Mit Hilfe der „Wayback Machine“ lässt sich diese digitale Evolution für jede Homepage auf Jahr, Tag und Sekunde genau nachvollziehen.

Art: Suchmaschine
Erreichbar über: alle Arten von Internet-Browser
Adresse:wayback.archive.org/

Buch:
Moffenkind

Eine verbotene Liebe. Eine Kreuzfahrt in die Vergangenheit. Ein düsteres Geheimnis – mit tödlichen Folgen bis in die Gegenwart.

Feierlich tritt das neue Kreuzfahrtschiff, die „Star of the Ocean“, von Hamburg aus seine Jungfernfahrt zu den Metropolen Europas an. Mit an Bord ist Wilhelmina Nissen, die von ihrer Familie zu dieser Reise eingeladen wurde. Und die ein schreckliches Geheimnis hütet. Ein Geheimnis, das weit zurückreicht. Bis in die Kriegswirren von 1942, als sich eine junge Niederländerin in den Feind, einen deutschen Wehrmachtssoldaten, verliebte.

Auch Eva Bredin begleitet ihre Großtante Wilhelmina auf eine Reise in die eigene Vergangenheit. Denn sie ist einem Geheimnis auf der Spur, das mit dem mysteriösen Verschwinden ihrer Freundin Sanne vor zwanzig Jahren zu tun hat. Als dann auch noch ausgerechnet die zwei Passagiere während der Kreuzfahrt ermordet werden, die Eva der Wahrheit ein großes Stück näher bringen sollten, erkennt sie zu spät, dass eine grausame Vergangenheit endlich ihren Tribut zollen will. Mit tödlichen Folgen bis in die Gegenwart.

Jörg Böhm

Krimiautor Jörg Böhm lässt in „Moffenkind“ Agatha Christies „Mord im Orient-Express“ nach mehr als 80 Jahren erneut aufleben – nur dieses Mal auf dem Wasser, an einzigartigen Schauplätzen und mit einem noch komplexeren Fall, der weit in die Vergangenheit zurückreicht. „Moffen“ ist übrigens das Schimpfwort, das man in Holland schon seit dem 16. Jahrhundert für die Deutschen verwendet. Als moffengriet oder moffenmeid wurden die Holländerinnen während der deutschen Besatzung genannt, die sich mit deutschen Soldaten einließen, übersetzt wäre das in etwa „Deutschenhure“.

Jörg Böhm: Moffenkind

Der Kleine Buch Verlag
372 Seiten
14,90 Euro

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