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ArticleId: 1015magazineThomas Mai war einer der ersten, die durch das Toom-Partnerschaftsmodell in die Selbstständigkeit fanden. Auch zwölf Jahre später bereut Mai seine Entscheidung für den eigenen Baumarkt nicht. In one erzählt er, warum.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/b/5/csm_03_TT_selbststaendig-nl_standard_5561f9ab4f.jpg„Das gibt es nicht bei Obi, nicht bei Bauhaus!“Toom-Kaufmann im Porträt
Nach 14 Tagen Bedenkzeit stand die Entscheidung für Thomas Mai und seine Frau fest: Für den eigenen Markt geht es nach Oberschwaben.
„Das gibt es nicht bei Obi,
nicht bei Bauhaus!“
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Thomas Mai war einer der ersten, die durch das Toom-Partnerschaftsmodell in die Selbstständigkeit fanden. Seit der Gründung der Toom Baumarkt Thomas Mai OHG, Bad Saulgau, sind zwölf Jahre vergangen. Und Mai hat seine Entscheidung nie bereut. Mit der – nach seiner Meinung konkurrenzlosen – Mischung aus Steuerung und Freiheit ist er hochzufrieden und kann das Toom-Partnermodell absolut weiterempfehlen.

Genau so stellt man sich wohl eine Bilderbuchkarriere vor: Anfang der 90er begann Thomas Mai sein BA-Studium bei Stinnes, danach - aus dem Stinnes war durch die Übernahme inzwischen ein Toom geworden - kam der Teamleiter-Job. Und dann die erste Marktleiter-Position in einem kleinen Toom Baumarkt im schwäbischen Fellbach nahe Stuttgart. Drei Jahre später leitete Thomas Mai bereits einen Toom auf mehreren Tausend Quadratmetern. „Das war 2002, und in diesem Jahr habe ich auch zum ersten Mal vom neuen Partnerschaftsmodell von Toom Baumarkt gehört“, erinnert sich Mai.

Sehr schnell war Thomas Mai klar: Das ist genau sein Ding. „Ich wollte immer mein eigener Chef sein. Nur benötigt man dafür normalerweise jede Menge Eigenkapital. Ein ganz ,normaler' Mensch wie ich würde einen solchen Kredit bei einer Bank nicht bekommen. Beim Toom-Partnerschaftsmodell ist das anders, es funktioniert auf Basis einer 80/20-Beteiligung. Ich habe noch nie von einem ähnlichen Modell gehört, bei dem man mit so wenigen eigenen Mitteln in die Selbstständigkeit starten kann – nicht bei Obi, nicht bei Bauhaus, nirgends!“, ist Thomas Mai noch heute, zwölf Jahre nach seinem Start als Toom-Partner, restlos begeistert von dem Angebot.

Inzwischen ist Thomas Mais Toom von 7.000 auf 10.000 Quadratmeter gewachsen

Bis er gemeinsam mit der Abteilung Partnerkoordination den Toom seines Herzens gefunden hatte, dauerte es allerdings noch ein Weilchen. „In rund zwei Jahren habe ich mir vier, fünf Märkte in ganz Deutschland angesehen“, erzählt Mai, „doch so richtig hat es nie gepasst.“ Bis der Markt in Bad Saulgau zur Diskussion stand. „Das ist zwar in Oberschwaben, rund 150 Kilometer entfernt von meiner schwäbischen Heimat, und schon eine ganz andere Mentalität“, scherzt Mai breit grinsend. Doch nach nur 14 Tagen Bedenkzeit stand die Entscheidung für ihn und seine Frau fest: „Das machen wir!“

Inzwischen ist der Markt von 7.000 auf 10.000 Quadratmeter mit einem Warenvolumen von sechs Millionen Euro gewachsen, nachdem ein ehemaliger Marktkauf ganz in der Nähe, den Mai zusätzlich übernommen hatte, 2014 wieder geschlossen wurde. Mai: „Bei all diesen Turbulenzen war Toom immer dabei, hat mich begleitet und unterstützt.“

In den Regalen: das Toom-Grundsortiment plus regionale Schwerpunkte

Auch auf die fachkundige Unterstützung der Toom-Einkaufsabteilung in Sachen Sortiment verlässt sich Thomas Mai nach wie vor gerne. „Das Einkaufen überlasse ich schon der Zentrale, dort ist schließlich die entsprechende Kompetenz“, findet Mai. Entsprechend ist auch in seinem Markt das übliche Toom-Grundsortiment zu finden. „Ich finde das auch richtig, schließlich stimmt der alte Spruch ,Wo Toom draußen dran steht, soll auch Toom drin sein'“, bekräftigt Mai und schickt rasch noch einen liebevollen kleinen Gruß Richtung LEH: „Schließlich möchte ich ja bei mir keine Wurstwaren verkaufen. Das überlasse ich lieber den Kollegen, die sich damit auskennen.“

Dennoch sieht er auch hier die Vorzüge der Selbständigkeit: „Ich kann natürlich schneller und besser auf die regionalen Bedürfnisse der Kunden eingehen.“ Und bei allem Verlass auf den Einkauf gibt es – ganz wichtig für Mai – den ständigen Austausch: „Gemeinsam mit Einkauf und Category Management wollen wir immer besser auf Kundenwünsche reagieren.“

Wenn er bilanzieren soll, was die Selbstständigkeit so reizvoll macht, kommt die Antwort schnell: „Erinnern Sie sich an die Bedürfnispyramide, die wir in der Schule durchgenommen haben? Ganz oben stand: Selbstverwirklichung. Und das ist die Selbstständigkeit für mich. Das ist zwar ein gewisser Druck, und eine Riesenverantwortung – nehmen Sie nur mal die soziale Verantwortung, 65 Arbeitsplätze zu sichern und immer im Bewusstsein, auch die eigene Existenz sichern zu müssen, da man ja persönlich haftender Gesellschafter ist. Aber man kann sein Leben in die Hand nehmen. Man formt sein eigenes Team – sicher anders, als wenn man denkt, man könnte bald wieder woanders sein. Man gründet eine Familie und muss nicht mehr jeden Tag unter Umständen Hunderte Kilometer fahren. Es gibt so viele gute Gründe für mich zu sagen: Mensch, ich bin mein eigener Chef!“

Große Verantwortung: Thomas Mais Team.
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Mein Kommentar

KOMMENTARE

Anonym
vor 3 Jahren und 1 Monat
Wollte nur mal drauf hinweisen, das das Partnermodell seit dem 09.05.2001 besteht.

mfg

Der erste Partner
Albert Soltziem ehem. Flügge
Antworten
Meine Antwort
Anonym
vor 3 Jahren und 1 Monat
Lieber Herr Soltziem,

danke für den Hinweis! Da ist uns doch tatsächlich ein Jahr abhanden gekommen. Als Partner der ersten Stunde wissen Sie sicherlich am besten, wann das Toom-Partnerschaftsmodell ins Leben gerufen wurde.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit und weiterhin viel Spaß beim Lesen von one.

Herzliche Grüße,
Sylvia Hannstein
one_Redaktion

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