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ArticleId: 676magazineVor allem sie sind auf Hilfe angewiesen: Kinder und Jugendliche. Wie viele Möglichkeiten es gibt, sich für den Nachwuchs einzusetzen, zeigen die Engagements vieler Kollegen der REWE Group.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/9/c/csm_TT_kinder_mgt_klein_ba1054a9f3.jpgGroßer Einsatz für die KleinenEHRENAMT: KINDER
Ehrenamt: Kinder
Großer Einsatz für die Kleinen
von Sylvia Hannstein, Bettina Rees, Julia Robertz
Top Thema
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Ganz besonders sie sind es, die auf Hilfe angewiesen sind: Kinder und Jugendliche. Wie viele Möglichkeiten es gibt, sich für den – häufig benachteiligten - Nachwuchs einzusetzen, zeigen die bemerkenswerten Engagements vieler Kolleginnen und Kollegen aus der REWE Group.

Sophie Neubauer und ihr Mentee Isabel sind ein richtiges Team geworden
Spielerische Integration:
Mentorin für Migrantenkind

Sophie Neubauer, zuständig für die interne Kommunikation DER Touristik am Standort Frankfurt, ist Mentorin für ein benachteiligtes Kind.

One: Frau Neubauer, seit wann engagieren Sie sich?
Sophie Neubauer: Ich engagiere mich schon seit einigen Jahren ehrenamtlich. Angefangen habe ich 2010 beim Roten Kreuz in Hamburg, wo ich einmal die Woche Essen und Trinken an Obdachlose ausgegeben habe. Danach habe ich in Berlin Jugendlichen in einem Mehrgenerationenhaus Englisch beigebracht. Als ich nach Frankfurt kam, bin ich auf das „Gib einem Kind Deine Hand“ – Förderprogramm von FIM gestoßen.

one: Wo engagieren Sie sich?
Sophie Neubauer: Das Mentoringprojekt von FIM hilft benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus Migrantenfamilien, ihren Weg in die deutsche Gesellschaft zu finden.
Oftmals brauchen diese Kinder Menschen, die ein offenes Ohr haben. Wir Mentoren versuchen den Mentees zu helfen, in der deutschen Gesellschaft „anzukommen“. Seit April dieses Jahres bin ich nun Mentor von einem achtjährigen Mädchen aus Kolumbien, das mit seiner Familie seit 2,5 Jahren im Frankfurter Bahnhofsviertel wohnt.

one: Was macht man denn genau als Mentor eines benachteiligten Kindes?
Sophie Neubauer: Isabel und ich treffen uns einmal die Woche, entweder nach der Arbeit oder am Wochenende. Bei jedem Treffen unternehmen wir etwas anderes, sei es auf den Spielplatz oder ins Schwimmbad zu gehen, uns in der Kinderbibliothek zu treffen, Minigolf zu spielen, Erdbeeren zu pflücken oder gemeinsam zu basteln und zu backen. Ziel des Mentorings ist es nicht den Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen oder Deutsch beizubringen, sondern Zeit mit Ihnen zu verbringen, um sie von ihren Problemen abzulenken und sie spielerisch in die Gesellschaft zu integrieren.

Jennifer Silkens, Toom Baumarkt
Trainerin für fitte Kids:
Ehrenamt im Sportverein

Jennifer Silkens (Junior Projektmanagerin Strategie & Projekte Toom Baumarkt)

„In meiner Freizeit verbringe ich die meiste Zeit mit meiner ehrenamtlichen Vereinsarbeit beim TSV Porz. Ich engagiere mich als Trainerin und Kampfrichterin im Kunstturnen für Kinder im Alter zwischen 4 und 15 Jahren. Schon von klein auf fesselte mich selbst dieser Sport und seit je her möchte ich diese Leidenschaft gerne weitergeben. Und meine fitten Mädchen haben es schon weit gebracht. Sie bestreiten über 20 überregionale Wettkämpfe im Jahr und nehmen zum Teil am Deutschland-Cup teil.“  

PENNY-Azubi Michael Görtzen (ganz rechts) kickert mit benachteiligten Jugendlichen
Kickern und Quatschen:
Tagsüber Job, abends Jugendarbeit

PENNY-Azubi Michael Görtzen engagiert sich in der Jugendarbeit. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen.

Nach der Arbeit die Fuße hochlegen, das ist nichts für Michael Görtzen. Der Auszubildende zum Groß-und Außenhandelskaufmann bei PENNY engagiert sich in seiner Freizeit lieber in der Jugendarbeit. Nahezu jeden Abend kümmert er sich um benachteiligte Jugendliche. Im Jugendzentrum in Krefeld Oppum spielt er mit ihnen Kicker oder Billard. Oft redet er einfach nur mit den Minderjährigen, die vorwiegend aus schwierigen familiären Verhältnissen stammen.

15 bis 20 Jugendliche besuchen das Jugendzentrum am Tag. Viele von ihnen kommen aus kinderreichen Familien. „Da die Eltern in der Regel wenig Zeit für ihre Kinder haben, sind sie sehr dankbar, dass ich mich mit ihnen beschäftige“, so Görtzen. Auch ein Familienurlaub in den Sommerferien sei für viele Kinder keine Selbstverständlichkeit. Daher organisiert Görtzen jeden Sommer Ferienfreizeiten für 8 bis 13-Jährige.

Kindgerechte Nachhaltigkeit: Azubiaktion mit Grundschülern
Schöner Tag: Azubis und Drittklässler

Wie man Kindern Nachhaltigkeit vermittelt - das hatten sich Carmen Holler, Julia Alper, Alexandra Laskowski, Julia Offermann und Michelle Zimmermann für ein Azubiprojekt zur Aufgabe gemacht. Gemeinsam mit Drittklässlern einer Kölner Grundschule thematisierten sie das Thema praxisnah und kindgerecht:Den Start in den Tag bildete ein gesundes Frühstück, weiter ging es mit einem Spiel über Mülltrennung und dem Bepflanzen selbst bemalter Tontöpfe mit Kresse, für die die Kinder sich über den Projekttag hinaus verantwortlich fühlen sollten. Nach Bewegungsspielen in der Turnhalle führten die Kölner Zentral-Azubis eine Blindverkostung von diversen Obstsorten durch - für die Kinder das Highlight des Tages.

Dörfer statt Slums: Aufbauarbeit für Indiens Ärmste
Ulrike Biedendieck setzt sich für benachteiligte Menschen in Indien ein

Ulrike Biedendieck, Bereichsleiterin Informationsverarbeitung / Organisation bei PENNY kämpft gegen Landflucht und Kinderarbeit in Indien und setzt sich für eine bessere Bildung der benachteiligten indischen Kinder ein.

one: Was war der Auslöser für Sie, sich in einem fernen Land wie Indien zu engagieren?
Biedendieck: Seit 23 Jahren bin ich sozial in Indien engagiert. Angefangen hatte es in einem Gottesdienst, in dem ein indischer Jesuit über die Bergpredigt sprach. „Schenk mir ein Dorf für Indien“ – waren seine Abschlussworte, die mich damals faszinierten. Ich  begann also, Kontakte zu einer Organisation zu knüpfen, die sich der gesamtheitlichen Dorfentwicklung im Süden Indiens verpflichtet sah.

one: Was haben Sie mit ihrem sozialen Engagement in Indien erreicht?
Biedendieck: In den 23 Jahren war ich dabei, wie über 300 Dörfer für im Durchschnitt 30-40 Familien aus der Kaste der „Unberührbaren“ entstanden. Die Unberührbaren sind eine Gruppe von benachteiligten Menschen, die meist völlig mittellos sind. Einige Dörfer entstanden in kurzer Zeit, an manchen arbeiteten wir über zwei Jahre. Wir haben hier Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Die Organisation stellte das Material zur Verfügung und übernahm die technische und architektonische Leitung; die Bewohner errichteten selbst die Häuser, die ihnen Schutz vor Zyklonen und Unwettern bieten sollten.

one: Haben Sie, neben dem Bau von Dörfern, an weiteren sozialen Projekten in Indien mitgewirkt?
Biedendieck: Neben den Dörfern bauten wir gemeinsam mit Gemeinden aus anderen europäischen Ländern Gesundheits-, Kultur- und Ausbildungszentren. Der Kampf gegen die Kinderarbeit, der Versuch, Menschen von der Flucht in die Slums der indischen Metropolen abzuhalten, die Vermittlung von verwertbaren Wissen für die auf dem Land lebenden Jugendlichen, der Kampf gegen Inzucht in den verlassenen indischen Dörfern – das waren Themen, denen ich in all den Jahren nähergekommen bin.

one: Was hat Sie während Ihrer Aufenthalte in Indien am meisten beeindruckt und welche Erkenntnisse haben Sie für sich persönlich mitgenommen?

Biedendieck: Über zwei Jahre habe ich mittlerweile in Indien verbracht und die Situation vor Ort zu verstehen versucht. Es waren immer beeindruckende Monate. Und wenn ich heute für zwei Wochen im Jahr nach Indien reise, dann treffe ich oft Menschen, denen wir damals eine Schul- oder praktische Ausbildung gaben und die heute ihren Lebensunterhalt mit geregelter Arbeit verdienen können. Auch vielen jungen Menschen aus Deutschland haben wir Praktika in Indien vermittelt und sie motiviert, einige Zeit in unseren Schulen und Ausbildungszentren zu verbringen und so einen anderen Kulturkreis kennen zu lernen. Das wichtigste, was ich gelernt habe war: Erstens - wer eine überzeugende Botschaft hat, der findet Menschen, die ihn unterstützen und zweitens - wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

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